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Wenn beide Seiten Recht haben... - das Dilemma der Bootsflüchtlinge

Der Artikel in der Welt macht das ganze Ausmaß des Dilemmas deutlich, in dem wir in der Flüchtlingspolitik stecken.

Natürlich haben Malta, Frankreich und Deutschland Recht damit, einige der Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Die Menschen, um die es geht, sind dem Tod durch Ertrinken entronnen und wurden glücklicherweise gerettet. Also ist es nur recht und billig, vor allem aber zutiefst human und menschlich, sie aufzunehmen.

Andererseits aber hat auch der tschechische Premierminister Babis Recht: Das Signal, das von solchen Rettungsaktionen ausgeht, ist eine Ermutigung für andere, sich ebenfalls in die Hand der Schlepperbanden zu begeben und die riskante, lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer anzutreten - eine Fahrt mit ungewissem Ausgang, die immer auch mit dem Tod im Mittelmeer enden kann.

Niemand behält in dieser Zwickmühle eine moralisch saubere Weste. Die Bootsflüchtlinge nicht aufzunehmen wäre unbarmherzig, sie aufzunehmen führt aber zu neuen und immer neuen Kunden der Schlepper, die ihr Leben mit der Flucht übers Mittelmeer in Gefahr bringen.

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