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Es werden Posts vom Juli, 2018 angezeigt.

Wenn beide Seiten Recht haben... - das Dilemma der Bootsflüchtlinge

Der Artikel in der Welt macht das ganze Ausmaß des Dilemmas deutlich, in dem wir in der Flüchtlingspolitik stecken.

Natürlich haben Malta, Frankreich und Deutschland Recht damit, einige der Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Die Menschen, um die es geht, sind dem Tod durch Ertrinken entronnen und wurden glücklicherweise gerettet. Also ist es nur recht und billig, vor allem aber zutiefst human und menschlich, sie aufzunehmen.

Andererseits aber hat auch der tschechische Premierminister Babis Recht: Das Signal, das von solchen Rettungsaktionen ausgeht, ist eine Ermutigung für andere, sich ebenfalls in die Hand der Schlepperbanden zu begeben und die riskante, lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer anzutreten - eine Fahrt mit ungewissem Ausgang, die immer auch mit dem Tod im Mittelmeer enden kann.

Niemand behält in dieser Zwickmühle eine moralisch saubere Weste. Die Bootsflüchtlinge nicht aufzunehmen wäre unbarmherzig, sie aufzunehmen führt aber zu neuen und immer neuen Kunden der Schleppe…

Wie Christen in der DDR lebten - Gut, dass wir die Senioren haben

Das Treffen der Seniorenhilfe Friedrichroda von gestern geht mir nicht mehr aus dem Kopf: "Wie die Christen in der DDR lebten" hieß unser Thema, und statt eines Vortrags haben wir dazu eingeladen, eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Begebenheiten, an die die Senioren sich erinnern, auszutauschen.

Ganz unterschiedliches wurde da berichtet: Manche haben keinerlei Einschränkungen in der DDR erlebt und schafften es, mit ihrem Christsein durchzukommen. Andere erzählten von massiven Schikanen, Einschüchterungen und Einschränkungen. Das waren bewegende Schilderungen, und auch einige Tränen flossen.

Wie schön ist es, dass es diese Generation noch gibt und dass sie ihre Erfahrungen mit dem Sozialismus weitergeben kann. Und bei mir entsteht beim Zuhören ganz neu Dankbarkeit für den Mut und die Courage der Ostdeutschen während der Wendezeit und Leidenschaft für die Freiheit. Die soll uns niemals wieder jemand nehmen.


Fußball. Einfach nur Fußball.

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist für mich ein Fest. Ich liebe diesen Sport. Ich freue oder ärgere mich über Tore, Fouls, vergebene Chancen und Torwartparaden. Für mich gibt es weniges, was schöner wäre, als mich zum Feierabend mit einem schönen Bier vor den Fernseher zu setzen und einem spannenden Spiel zuzusehen.

Und das alles gilt bei dieser WM auch nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft, was natürlich auch, aber durchaus nicht nur mit meiner Sympathie für England zu tun hat. Was haben wir für tolle Mannschaften gesehen: die Kroaten, die Russen, die Franzosen und die Belgier und so viele mehr. Also: Diese Wochen der WM sind für mich eine wahre Festzeit.

Was mir den Spaß allerdings manchmal verdirbt, ist die politische Instrumentalisierung des Fußballs. Vor der WM ging das schon los mit der Özil-Gündogan-Erdogan-Posse. Natürlich hat es mich wie viele andere auch geärgert, dass die beiden sich vor den Wahlkampf-Karren des türkischen Präsidenten haben spannen lassen. Dann kam d…