Dienstag, 26. August 2014

Was bedeutet für uns in der Immanuelkirche Detmold "Evangelisch-methodistische Kirche"?

Evangelisch-methodistisch: 
Was ist das denn? 

Evangelisch ist ja noch klar: Wir verstehen uns als Teil der evangelischen Kirchenfamilie, die in der Reformation ihren Ausgang nahm. Aber methodistisch? Was soll das heißen?

Methodistisch, das war zunächst eine spöttische Bezeichnung für eine Gruppe von Studenten um John und Charles Wesley in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England. Die Gruppe fiel durch einen konsequenten Lebensstil und eine hohe Disziplin auf. Neben intensivem Bibelstudium und gemeinsamem Beten waren ihnen vor allem die praktischen Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen wichtig. Deshalb wurden sie als Methodisten ver­spottet.

Aus der kleinen Studentengruppe wurde bald eine Erweckungsbewe­gung, die das Leben vieler Men­schen veränderte. Innerhalb weni­ger Jahrzehnte entstand daraus eine weltweite Kirche.

Heute gehören mehr als 70 Millio­nen Menschen weltweit zu einer methodistischen Kirche. Unsere Gemeinde gehört der United Me­thodist Church an, die sich im deutschen Sprachraum Evange­lisch-methodistische Kirche nennt.

Typisch methodistisch

Der Methodismus ist

  • eine Missionsbewegung

Die Liebe Gottes will alle Men­schen erreichen. Deshalb verste­hen wir es als unsere wichtigste Aufgabe, neue Menschen mit der Liebe Got­tes in Berührung zu bringen. Das ist unsere Mission, also unsere Sendung. Unser Gemein­deleben soll dem Ziel dienen, Men­schen mit der Liebe Gottes zu er­reichen. Ob es das tut, ist eine kritische Anfrage, die wir immer wieder an uns selbst richten wollen.

  • eine soziale Bewegung

Von Anfang an kennzeichnet es die methodistische Bewegung, dass Glaube und soziales Engagement zusammengehören. Die Menschen mit der Liebe Gottes in Verbindung bringen – das heißt für uns auch, uns für Kranke, Arme und Ausge­grenzte einzusetzen und  praktisch zu helfen, wo immer wir es kön­nen.

  • eine Heiligungsbewegung

Wir sind überzeugt davon (und erfahren es an uns selbst), dass Gottes Geist jeden Menschen im Sinne der Liebe Jesu verändern kann. Diese Veränderung nennen wir Heiligung. Niemand muss blei­ben, was er jetzt gerade ist.

Und: Gottes Geist verändert nicht nur Einzelne, sondern durch sie auch die Ge­sellschaft. Persönliche und soziale Heiligung gehören für uns deshalb zusam­men.

„Die Kirche hat den Auftrag, Men­schen zu Jüngern und Jüngerinnen Jesu Christi zu machen, damit durch sie die Welt verändert wird.“ (Verfassung, Lehre und Ordnung der Evang.-meth. Kirche)

Was unsere Gemeinde ausmacht

Wichtig ist uns vor allem: Uns sind alle Menschen willkom­men: gleich ob Christen oder Nichtchristen, Alte oder Junge, Behinderte oder Nichtbehinderte, Familien oder Singles, Wohlhabende oder Arme... Wir wollen ein Ort der Begegnung auf Augenhöhe und der Freundschaft sein. Unser Ziel ist es, dass Menschen bei uns die Erfahrung machen, von Gott angenommen und gewollt zu sein.

Lust, vorbeizukommen?

  • Gottesdienst für alle Gene­rationen an jedem Sonntag um 10 Uhr
  • Kostenloses Mittagessen für alle an jedem 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr 45
  • Kostenloses Abendessen für alle an jedem Donners­tag um 18 Uhr
  • Viele Kleingruppen (Chor, Hauskreise, Seniorenkreis, Frauenfrühstück...), in de­nen man andern begegnen und Freunde finden kann.