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Es werden Posts vom Januar, 2014 angezeigt.

Jesus und die Meditation

Jesus – der Lehrer des Gebets (von Laurence Freeman)1
Lehrer. Mit diesem Namen wird Jesus in den Evangelien häufiger als mit jedem anderen angesprochen: Meister, Rabbi, Lehrer. Das ist die häufigste Bezeichnung Jesu in den Evangelien.
Was aber bedeutet das? Was lehrt uns denn Jesus? Lehrt er uns Regeln und Gesetze? Oder lehrt er uns die besten Methoden, um die Gebote Gottes zu halten?
Mehr als alles andere ist Jesus ein Lehrer der Kontemplation2. Sie ist eines seiner wichtigsten Unterrichtsfächer. Das will ich in diesem Aufsatz zeigen, und das scheint mir sehr wichtig zu sein. Und doch wird diesem Thema häufig wenig Bedeutung beigemessen, wenn wir über Jesus nachdenken oder sprechen oder schreiben.
Wenn du die Evangelien aufmerksam liest, und darin besonders auf das achtest, was Jesus über das Gebet sagt, dann erkennst du ganz deutlich, dass und wie er uns das kontemplative Gebet lehrt. Nehmen wir zum Beispiel Jesu Worte in der Bergpredigt in Matthäus 5-7:
1. Innerlichkeit
Al…

Einführung ins Jesusgebet - Teil 1

Warum lohnt es sich, sich mit dem Jesusgebet zu beschäftigen? Reichen uns die Formen des Betens nicht, die wir lange kennen und praktizieren?  Da ist das Nachbeten von Psalmen und anderen guten geschriebenen Gebeten – von Jörg Zink zum Beispiel oder von Kurt Marti. Wir haben das Vaterunser, das Gebet Jesu, von dem Er gesagt hat: „So sollt ihr beten.“ (Mt 6,9). Und gerade bei uns in den Freikirchen soll doch auch das freie Gebet, das ungezwungene selbst formulierte spontane Anrufen Gottes mit Dank und Lobpreis, Bitte und Fürbitte eingeübt und gelebt werden – sowohl für sich allein, als auch in Gemeinschaft mit anderen. All das ist richtig. Und es ist wichtig, gleich am Anfang klarzustellen: Das Jesusgebet soll andere Formen des Betens nicht ersetzen oder an den Rand drängen. Meine Erfahrung ist das Gegenteil: Das Jesusgebet gibt auch den anderen Formen des Betens neue Kraft und tieferen Sinn.
Es gibt gute Gründe, sich mit dem Jesusgebet zu beschäftigen:
Erstens ist es ein Geschen…