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Es werden Posts vom Februar, 2013 angezeigt.

Frag nach bei Bruder John (1) - Ökumenische Gesinnung

Immer und überall gehören Methodistinnen und Methodisten zu denen, die die ökumenische Bewegung mittragen und mitgestalten. Ökumene gehört sozusagen zur methodistischen DNA. Wir verstehen uns selbst nicht als die Kirche, sondern als „ein Zweig der Kirche Christi“ - wohl mit eigenen Akzenten und Betonungen in Traditionen,  Lehre und Praxis, aber doch eben nicht besser oder mehr Kirche als andere  Deshalb suchen wir die geschwisterliche Gemeinschaft mit allen. Man kann wohl sagen: Typisch methodistisch ist ökumenische Offenheit und ökumenisches Engagement.

John Wesley schreibt dazu:
Ich maße mir nicht an, meine Form der Glaubensausübung irgendjemand anderem aufzuzwingen. Ich denke zwar, sie ist wirklich urchristlich und apostolisch. Aber meine Überzeugung ist kein Maßstab für andere. Daher frage ich keinen, mit dem ich Gemeinschaft im Geist christlicher Liebe pflegen will: Gehörst du zu meiner Kirche, zu meiner Gemeinde? Hältst du dieselbe Form... und dieselben... Ämter wie ich für richtig…

7 Wochen Demut lernen

Ein Versuch - mehr nicht. Aber vielleicht prägt es mich ja.

7 Wochen lang Kritik anhören und darüber nachdenken, ohne zurückzuschlagen. Auch dann, wenn sie mir unfair oder unangebracht erscheint. Auf eigene Kritik an anderen verzichten, ihnen vergeben, ohne dass sie darum bitten. Nachsichtig und geduldig sein. Gerade denen, die mir nicht gut gesonnen sind, freundlich begegnen, ihnen bewusst dienen. 7 Wochen lang nicht den eigenen Kopf durchsetzen, sondern Demut lernen.

Denn
"Die Liebe ist geduldig.
 Gütig ist sie, die Liebe.
Die Liebe ereifert sich nicht.
Sie prahlt nicht
und spielt sich nicht auf.
Sie ist nicht taktlos.
Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
Sie ist nicht reizbar.
Sie trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht,
wenn Unrecht geschieht.
Aber sie freut sich,
wenn die Wahrheit siegt.
Sie erträgt alles.
Sie glaubt alles.
Sie hofft alles.
Sie hält allem stand." (1. Korinther 13, 1-7)

Gemeinde mitten im Sturm

Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, befindet sich in schwerem Sturm. Darüber besteht kein Zweifel. Es ist ganz schön ungemütlich auf Deck – kalt, nass, rutschig, stürmisch. Durch den Starkregen ist die Fahrrinne kaum noch zu erkennen. Es zeigen sich erste Risse im Boot, der eine oder andere Raum droht vollzulaufen, Mannschaft und Passagiere geraten in Panik. Sind überhaupt noch alle an Bord? Wir tun, was wir können, wissen dabei aber nicht mehr sicher, ob es gut geht oder ob wir absaufen. So könnte es einem manchmal vorkommen in der Kirche, stimmt's?
Da tut es gut, zu wissen, dass das für die Kirche keine ganz ungewöhnlich Situation ist. Ich möchte so weit gehen, zu sagen: Das Schiff im Sturm ist eine ganz typische Situation der Kirche. Das ist von Anfang an so. Die Geschichte der Jesus-Leute hat wenig gemeinsam mit einer gemütlichen Butterfahrt nach Helgoland oder einer Kaffeefahrt mit der Weißen Flotte am Sonntagnachmittag über den Baldeneysee. Sie ist in ihren wesentlichen …