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Es werden Posts vom Januar, 2013 angezeigt.

Authentische Freude entwickeln

(Predigt vom 20.01.2013)
„Erlöster müssten mir die Christen aussehen,... wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“ So Friedrich Nietzsche. Und hat er nicht recht? Spürt man uns die Freude über unseren Erlöser ab? Sehen wir aus wie Leute, die unterwegs sind mit Gott, weil er uns Freude macht? Freude, damit meine ich jetzt mal ganz was anderes als dieses eingefrorene Model-Lächeln aus der Margarine-Werbung. So ein Jörg-Pilawa-Lächeln, das kann man sich einfach antrainieren. Das ist nicht so schwer. Aber mit Freude meine ich jetzt mal echte, von innen kommende, authentische Freude, die das Leben bestimmt. So, dass andere Leute merken: Der Mann, die Frau lebt im Glück. So eine echte Freude von innen heraus kann man sich nicht einfach antrainieren. Aber genau die erwarten Leute wie Friedrich Nietzsche von den Jesus-Leuten – und zwar mit Recht.
Der Bibeltext, den die Evangelische Allianz für den Abschluss der Gebetswoche vorschlägt, erzählt von genau solcher Freude: echt, authentisch, m…

"Nah" und "Fern" statt "In" und "Out"

Viel zu lange schon haben die Kirchen des Westens viel zu sehr in den Kategorien von „in“ und „out“ gedacht: Danach gibt es die Einen, die dazugehören – also zum Beispiel den rechten Glauben haben, Kirchenmitglied sind oder ähnliches – und die Anderen, die draußen sind – Heiden, Ungläubige, Andersgläubige. „In“ und „out“ - das ist typisch westliches Denken. Erst in den letzten Jahren dämmert es uns, dass Jesus ganz anders denkt und tickt. Er, der alle in die neue Welt Gottes einlädt und dabei ständig Grenzen von rein und unrein, gerecht und sündig, jüdisch und heidnisch sprengt, denkt nicht in den Kategorien „in“ und „out“, sondern vielmehr in denen von „nah“ und „fern“. Auch Paulus, der große Interpret Jesu im Neuen Testament, tut das, so zum Beispiel in dem Vers, zu dem ich heute Abend mit euch einige Gedanken teilen möchte: Epheser 2,13. Da heißt es: „In Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.“
Das ist eine großartige Zusammenfassu…

Die Freiheit der Kinder Gottes

(Andacht in der EmK Detmold am 13.01.2013)
Ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, schreibt Paulus den Jesus-Leuten in Rom ins Stammbuch (Röm. 8,15). Wie muss das in ihren Ohren geklungen haben – dort in der Hauptstadt des Römischen Weltreiches. Wir dürfen davon ausgehen, dass zur Gemeinde Jesu in Rom nicht zuerst die Reichen und Mächtigen zählten, die es dort im Zentrum der Macht gab, sondern die Unterprivillegierten, die Abhängigen, die kleinen Leute und... auch eine Menge Sklaven.
Denen schreibt nun Paulus: Mag sein, dass ihr gegenüber euren irdischen Herren abhängig seid, Knechte eben, Sklaven. Gott gegenüber aber seid ihr durch den Geist Jesu freie Leute. Er will nicht über euch herrschen wie ein Herr über seine Sklaven, sondern er will euer lieber Vater sein. Ihr dürft Abba, also Papa zu ihm sagen. Ziemlich revolutionär.
Auch heute gilt das: Wir haben nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass wir uns vor Gott fürchten müssten, sondern wir haben einen kindlichen Ge…

Mit Jesus draußen vor der Stadt

(Predigt in der EmK Detmold am 06.01.2013)
Wenn man aus dem Ruhrgebiet nach Detmold umzieht, so wie wir als Familie es vor eineinhalb Jahren getan haben, dann fällt einem ziemlich schnell auf, wie stolz die Detmolder auf ihre Stadt sind. Und womit sind sie das? Mit Recht. Denn es ist ja tatsächlich so: Detmold ist nicht nur schön und gemütlich mit seiner Fachwerk-Altstadt, dem Schloss und den vielen Sehenswürdigkeiten, sondern hat für eine Stadt dieser Größe auch eine Menge an Kultur, Unterhaltung, Cafes, Kneipen und und und zu bieten. Es fällt nicht schwer, sich hier heimisch und wohl zu fühlen.
Ziemlich unvermittelt und befremdlich kommt da die Jahreslosung für das Jahr 2013 daher. Sie stammt aus dem Hebräerbrief, Kapitel 13, Vers 14: „Wir haben hier keine bleibende Stadt“, lesen wir da, „sondern die zukünftige suchen wir.“ Gar zu wohnlich und gemütlich sollten sich die Jesus-Leute also, glaubt man dem Hebräerbrief, nicht einrichten in der Gegenwart, in der Stadt, in der sie le…