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Es werden Posts vom Dezember, 2012 angezeigt.

Weihnachtsansprache: Mach's wie Gott - werde Mensch

Liebe Freunde.
Es war der katholische Bischof Kamphaus, der vor einigen Jahren den Satz prägte, der uns heute am Weihnachtsfest beschäftigt: Mach's wie Gott – werde Mensch. Seitdem hat unser Satz eine ziemliche Erfolgsgeschichte erlebt. Heute ziert er zum Beispiel viele fetzige Weihnachtskarten und dient als Aufhänger von Radioandachten und – wie hier bei uns – Predigten.
Aber Bischof Kamphaus wollte mit seinem Satz nicht nur einen flotten Spruch loslassen. Er wollte ein Umdenken der Kirche provozieren – eine Kehrtwende unseres Denkens in Sachen Mission. „Das Wort Gottes wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit“ - das sollte der Ausgangspunkt kirchlichen Handelns werden. Was das bedeutet, will ich euch in Form einer kleinen Geschichte erzählen und mit einigen Bildern untermalen. Ähnlichkeiten mit bestehden Personen oder Gemeinden sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Am Anfang der Kirche stand das Ereignis von Weihnachten: Gott wird Mensch. Oder and…

Wollt ihr meinen Traum hören?

(Predigt in der EmK Detmold am 23.12.2012)
So gerade eben noch Advent haben wir heute. Morgen schon ist Heiligabend. Wir stehen sozusagen auf der Grenze zwischen Advent, der Zeit des Wartens und Weihnachten, dem großen Fest der Menschwerdung Gottes in dem verwundbaren Kind Jesus.
Auf der Grenze, genau da steht auch Johannes der Täufer. Auf der Grenze zwischen den beiden Teilen der Bibel, die wir Altes und Neues Testament nennen. Auf der Grenze zwischen prophetischer Ankündigung des Messias, des Gesandten Gottes und der Erfüllung dieser Ankündigung in Jesus. Auf der Grenze, genau da steht Johannes.
Im Johannesevangelium lesen wir von ihm: Aus Jerusalem sandten die jüdischen Behörden Priester und Leviten zu Johannes. Sie sollten ihn fragen: „Wer bist du eigentlich?“ Er antwortete frei heraus und wahrheitsgemäß. Er bekannte: „Ich bin nicht der Christus.“ Da fragten sie ihn: „Wer dann? Bist du Elija?“ Er sagte: „Nein, das bin ich nicht.“ „Bist du der erwartete Prophet?“ Wieder antwort…

Wer ist der König?

(Eine ungehaltene Adventsandacht)
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe.
Wer ist der König der Ehre?
Philipp ist Ingenieur. Genau gesagt: Straßenbau-Ingenieur. Der Firma, in der Philipp arbeitet, geht es gut. Nun bauen wir in Deutschland ja kaum noch neue Straßen. Aber im Ausland, da sieht das ganz anders aus, in Afrika zum Beispiel. Und die Zuverlässigkeit, Phantasie und Tatkraft deutscher Ingenieure – die ist dort sehr gefragt.
Deshalb arbeitet Philipp für seine Firma zurzeit in Liberia. Im Auftrag der Regierung dieses armen westafrikanischen Landes bauen sie dort Straßen quer durch das kaum erschlossene Land. Bezahlt wird seine Arbeit von der Europäischen Union – also von unseren Steuergeldern.
Als Philipp am Flughafen in Monrovia aus der Maschine aussteigt, wird er vom Bauminister Liberias begrüßt. In einer Limousine wird er zu seinem Hotel gefahren. Ein gutes Hotel mit allem Comfort und Klimaanlage in allen Zimmern, mitten in M…

Jünger wird man unterwegs

(Predigt in der EmK Detmold am 1. Advent 2012)
Ein ganz schön bunter Haufen sind wir, oder? Müsste man uns beschreiben, dann könnte das zum Beispiel so klingen: Wir, die EmK in Detmold, sind zwischen 1 und 105 Jahren alt, wir sind mehr Frauen als Männer. Wir singen gerne, deshalb haben wir einen Chor und einen Männerchor und ein Musikteam, aber manche von uns können und wollen auch gar nicht singen. Manche von uns leben von Hartz IV, manche sind Arbeitnehmer, manche sind Lehrer (gut, Lehrer haben wir ein paar mehr), manche Hausfrau, manche Rentner, Unternehmer, Freiberufler... Wir haben Menschen mit Behinderung unter uns und solche ohne. Es gibt eigentlich nichts, was es bei uns nicht gibt. Manche machen sich für den Sonntagsgottesdienst gerne schick, andere kommen lieber in Alltagskleidung. Und unsere Frömmigkeit? Wie können wir die beschreiben? Naja, wir sind evanglikal-charismatisch-konservativ-liberal-links-bibeltreu-politisch.
Ein ganz schön bunter Haufen. Wären wir keine Gemei…