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Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Zwei Themen fehlen...

... meiner Meinung nach im neuen "Wort zur sozialen Lage" (hier klicken) der Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland.

Darf ein Pastor auf Probe in der lippischen Provinz sich überhaupt kritisch äußern zu einem "Wort zur sozialen Lage" der Zentralkonferenz "an die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche"? Manche werden das vielleicht nicht ganz so gerne sehen. Trotzdem will ich es tun, weil das Thema - bzw. die zwei Themen, die im Sozialwort meiner Meinung nach fehlen - mir wirklich am Herzen liegt bzw. liegen. Und ich hoffe - und bin überzeugt davon -, dass meine Kirche mit solch kritischen Anfragen nicht nur leben kann, sondern eine offene und ehrliche Diskussion über das Sozialwort eigentlich ja auch wünscht.

Zunächst: Ich freue mich über das Sozialwort. Besonders freue ich mich über die glasklare biblische Begründung des Einsatzes für Gerechtigkeit. Wir setzen uns deshalb für Gerechtigkeit ein, weil wir von der G…

Mutig für Menschenrechte

(Predigt in der EmK Detmold im Bittgottesdienst für den Frieden am 18.11.2012)


Habt ihr auch solche Texte in der Bibel, mit denen ihr scheinbar nie fertigwerdet? Texte, die ihr schon hunderte Male gelesen habt, aber die in euch immer noch und immer wieder mehr Fragen wecken als Antworten?
Einer der Texte, die für mich zu dieser Kategorie gehören, wurde vom Vorbereitungskreis der Friedensdekade 2012 als Predigttext für diesen Gottesdienst ausgewählt. Ausgerechnet dieser Text. Ich lese Worte aus Markus 7:
Und Jesus stand auf und ging von dort in das Gebiet von Tyrus. Und er ging in ein Haus und wollte es niemanden wissen lassen und konnte doch nicht verborgen bleiben, sondern alsbald hörte eine Frau von ihm, deren Töchterlein einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel zu seinen Füßen. - die Frau war aber eine Griechin aus Syrophönizien – und bat ihn, dass er den bösen Geist von ihrer Tochter austreibe. Jesus aber sprach zu ihr: Lass zuvor die Kinder satt werden, Es ist nicht recht, …

Das Gute woll'n, das Böse tun - ein Naturgesetz?

Predigt in der EmK Detmold am 04. November 2012


Ich hab es doch nur gut gemeint... Ziemlich bedeppert steht er da, der sonst so coole, nie um einen lockeren Spruch verlegene Mick Briskau. Kennt ihr Mick Briskau, den „Letzten Bullen“ (so heißt die Serie) aus Essen? Klasse Typ, fast schon kultig im Fernsehen. Ich finde ihn höchst amüsant mit seinen Cowboystiefeln und dem 80er-Jahre-Macho-Outfit und -Gehabe. Aber diesmal hat es ihn erwischt bzw.: Seine Freundin hatte es erwischt. Sie wurde angeschossen, hat aber glücklicherweise überlebt. Während ihrer Zeit in der Reha hat Mick all das getan, was ein Macho wie er eben tut für die Frau, die er liebt. Er hat – wie er es ausdrückt – „Verantwortung für sie“ übernommen und 50 Sitzungen beim Psychotherapeuten seiner Wahl für sie gebucht, damit sie ihr Trauma überwinden kann. Er hat, ziemlich liebenswert, eine große Überraschungsparty in seiner Stammkneipe für den Tag ihrer Entlassung organisiert. Und er hat auch gleich mit ihrem Chef gesproch…