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Es werden Posts vom Mai, 2012 angezeigt.

Jüngerschaftskreis - Übereinander wachen in Liebe

Jüngerschaftskreis – Übereinander wachen in Liebe
Die Idee (angeregt durch die Themeabende „Typisch methodistisch“): Eine Kleingruppe von Menschen, die verbindlich Christen sein und sich gegenseitig unterstützen wollen, trifft sich Mittwochs für eine Stunde – nicht mehr – in der Kirche. Nach einer kurzen Schriftlesung beantworten wir reihum die Fragen: Wie geht es mir momentan im Glauben? Wo mache ich Fortschritte, was macht mir Kummer? Wo sehe ich Sünde in meinem Leben? Wo und wie arbeitet Gott gerade an mir? Anschließend nehmen wir uns Zeit, miteinander zu beten.
Der Kreis soll ein Ort sein, an dem wir offen, ehrlich und vertraulich über unseren Glauben reden können – auch ein Ort, an dem wir über Sünde oder Zweifel reden können und ein Ort, an dem wir uns gegenseitig die Vergebung Gottes zusprechen. Deshalb ist es wichtig, dass du , wenn du mitmachst, wirklich verbindlich dabei bist (d.h. zum Beispiel Bescheid sagst, wenn du nicht kommen kannst), bereit bist, offen und ehrlich…

Typisch methodistisch ( Teil 9 und Schluss)

(Versuch einer Übertagung der Allgemeinen Regeln)

Auch heute begegnen Menschen dem lebendigen Christus. Auch heute kommen Menschen zum Glauben an ihn und erfahren die Vergebung ihrer Schuld, Erlösung und Gewissheit des Heils. Auch heute beruft Christus Menschen dazu, seine Jünger zu werden, ihm nachzufolgen und sich von ihm verwandeln zu lassen. Diese Menschen erfahren nicht nur Vergebung der Sünden, sondern mehr und mehr auch tatsächliche Befreiung von Sünde in ihrem ganz realen Leben.

Methodisten sind solche Menschen. In der Gemeinde kommen sie zusammen, um Jünger Jesu zu gewinnen und das Gesicht der Welt zu verändern. Sie ermutigen sich gegenseitig dazu, im Glauben zu wachsen und in der Heiligung zuzunehmen. Sie wachen übereinander in Liebe.

Die Leute, die man Methodisten nennt, treffen sich zum Gottesdienst am Sonntag und unter der Woche in Kleingruppen. In diesen Kleingruppen sind nicht mehr als 12 von ihnen wöchentlich für eine Stunde zusammen, um
sich kennenzulernenals Geschwist…

Typisch methodistisch (Teil 8)

(Übertragung des Buches "A Blueprint for Discipleship" von Kevin M. Watson aus dem Englischen)

Teil 8

Sie wachen übereinander in Liebe - Die Gemeinschaft
Die frühe methodistische Praxis, in Liebe übereinander zu wachen, ist für uns heute von großer Relevanz. Übereinander in Liebe zu wachen sollte helfen, die Allgemeinen Regeln in das alltägliche Leben zu bringen.

Wenn du gerne Mountainbike fährst, dann weißt du, dass es zwei ganz simple, aber unbedingt zu befolgende Regeln für diesen Sport gibt, die sicherstellen sollen, dass dir nichts passiert: 1.) Trage immer, immer, immer einen Helm. Und 2.) Fahre nie, nie, niemals allein mit dem Mountainbike.

Ich weiß: Das Leben als Christ scheint auf den ersten Blick auch nicht annähernd so gefährlich zu sein wie der Mountainbike-Sport. Aber das ist nicht unbedingt wahr. Wenn Christen alleine versuchen, Jünger zu sein, leben sie ganz schön gefährlich. Wenn wir allein unterwegs sind, verlieren wir schnell die Richtung. Wir verlieren uns.…

Typisch methodistisch (Teil 7)

(Übertragung des Buches "A Blueprint for Discipleship" von Kevin M. Watson aus dem Englischen)

Teil 7

Das Gleichgewicht finden

Während meiner aktiven Baseball-Zeit spielte ich eine ganze Zeit lang die Position des Pitchers. Das wichtigste für einen Pitcher ist es, das Gleichgewicht zu halten. Es ist sehr anspruchsvoll, den eigenen Schwerpunkt zu finden und so genau zu halten, dass man während des Spiels das Gleichgewicht hält. Um ein guter Pitcher zu werden, musste ich zuerst lernen, meinen Schwerpunkt zu spüren und das Gleichgewicht zu halten.

In den vergangenen drei Kapiteln haben wir die drei Allgemeinen Regeln diskutiert, die Wesley im frühen Methodismus eingeführt hat, um den Methodisten im Wachstum in der Heiligung zu helfen. Weil das Gewinnen von Jüngern die vornehmste Aufgabe der Evangelisch-methodistischen Kirche ist, können wir auch heute von den Allgemeinen Regeln eine Menge lernen. Die erste Regel lautet: "Tue nichts Böses" oder "Tue nichts, was dic…

Das Weib schweige? (3)

(Predigt in der EmK Detmold am 06. Mai 2012)
Erinnert ihr euch noch an meine These aus der ersten Predigt zu unserer kleinen Reihe „Das Weib schweige?“ ? Wir wollten zeigen, dass wir nicht gegen die Schrift, sondern mit der Schrift gehen, wenn wir die Ansicht vertreten, dass Frauen und Männer dazu aufgerufen sind, sich gegenseitig einander unterzuordnen, nicht aber Frauen sich grundsätzlich nur den Männern unterordnen sollen. Wir wollten zeigen, dass es Gehorsam gegenüber der Schrift ist und nicht Abkehr von der Schrift, wenn wir als Kirche Frauen ordinieren und dafür sind, dass Frauen wie Männer predigen und auch Leitungsfunktionen in der Gemeinde und in der Gesellschaft einnehmen können. Im Gehorsam gegen de Schrift sehen wir das so, nicht gegen sie. Nimmt man diese These allein, könnte nach der Predigt vom vergangenen Sonntag bereits Schluss sein.
Denn, was wir gezeigt haben ist: Ein breiter und mächtiger Strom des Zeugnisses der ganzen Bibel beider Testamente misst Frauen und …

Typisch methodistisch (Teil 6)

(Übertragung des Buches "A Blueprint for Discipleship" von Kevin M. Watson aus dem Englischen)


Teil 6


Praktiziere die geistlichen Übungen


Übung macht den Meister. Na ja, vielleicht nicht immer, aber schaden kann Übung nicht, oder? Ich lernte die Bedeutung des Übens in meiner Kindheit kennen. Ich war dem Baseball verfallen. Jahr für Jahr stieg meine Leidenschaft für diesen Sport. Ich wollte der beste Baseball Spieler werden, den es je gab.


Zwei harte Lektionen hatte ich zu lernen, die weit über den Baseball-Sport hinaus Bedeutung haben: Zunächst lernte ich, dass die Leute dich oft nach anderen Kriterien beurteilen als nach deiner Leistung. Als wir in eine andere Stadt umzogen, musste ich feststellen, dass Reputation eine große Bedeutung hat. Meinen guten Ruf konnte ich beim Umziehen nicht mitnehmen. Und dann lernte ich, dass dich die Leute oft nach dem Äußeren beurteilen. Mein neuer Coach nach dem Umzug sagte mir, ich sei zu klein für Baseball. Deshalb, sagte er, hätte ich kei…

Typisch methodistisch (Teil 5)

(Übertragung des Buches "A Blueprint for Discipleship" von Kevin M. Watson aus dem Englischen)

Kapitel 5

Tue Gutes, soviel du kannst

Oft sind Christen eher dafür bekannt, wogegen sie eintreten, nicht aber dafür, wofür sie sich stark machen: gegen Abtreibung, gegen die Ehe von Schwulen und Lesben, gegen Sex vor der Ehe, gegen Alkohol, gegen das Rauchen...

Manchmal, wenn Leute eine Idee haben und einen Vorschlag machen, um etwas zu bewegen, kommen wir ganz schnell auf viele Gründe, warum die Idee nicht funktionieren kann. Vielleicht sollten wir uns grundsätzlich darauf einigen, dass, wenn jemand einen Vorschlag macht, um im Leben anderer Menschen etwas positiv zu bewegen, niemand anders etwas negatives über die Idee sagt - außer Vorschläge, sie weiter zu verbessern. Das bewahrt uns davor, so lange nach der perfekten guten Tat Ausschau zu halten, dass wir schließlich gar nichts mehr tun. Denn der einzige Weg, auf dem wir garantiert nichts positives bewirken, ist es, nichts zu tu…