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Es werden Posts vom August, 2011 angezeigt.

Gäste-Grundrechte

Gestern, am 21. August 2011, feierte die EmK-Gemeinde in Detmold Gottesdienst mit Superintendent Rainer Bath.

"Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt." Dieser Vers aus Hebräer 13,2 war Rainer Baths Predigtthema. Gastfreundlich - das wollen wir als Evangelisch-methodistische Kirche sein. Nicht nur, um ganz sicher zu gehen, dass wir keine Engel verpassen, sondern weil es zu unserem Auftrag gehört und weil es Spaß macht.

Viele Hinweise und Tipps, wie wir unsere Gastfreundschaft kultivieren können, hat Rainer Bath uns mit auf den Weg gegeben. Am meisten beeindruckt haben mich aber die drei Grundrechte der Gäste, die er am Ende seiner Predigt entwickelt hat:

Jeder Gast hat das Recht, sich wohlzufühlen. Das ist die Grundlage der Gastfreundschaft. Wenn wir einem Gast dieses Recht nicht zubilligen, dann können wir die Sache mit der Gastfreundschaft gleich besser abblasen. Das leuchtet mir ein. Und hier, denke ich, macht Gastfreunds…

"Dahinter liegende Ursachen"

Erschrocken, traurig und wütend sind wir alle über die Anarchie auf den Straßen Londons und mittlerweile auch anderer englischer Städte, über die blinde Zerstörungswut des dort tobenden Mobs, über Plünderungen, Gewalt, Raub, Brandschatzung. Manche von uns, vor allem, wenn sie Freunde dort haben, sind zusätzlich besorgt um deren Wohlergehen.

Bereits seit der ersten Krawallnacht in Tottenham beschäftigen sich die deutschen Medien auch mit der Frage nach den "hinter den Ausschreitungen liegenden Ursachen". Aber was heißt "mit der Frage"? Sie wird kaum gestellt. Eher wissen die Medienschaffenden immer schon ganz genau die Antwort. Zwei ganz schnelle Antworten werden uns, je nach politischer Präferenz, angeboten:
Die Krawalle sind die Folge der liberal-konservativen Sparpolitik und der sozialen Dissoziation. Es ist ein Aufstand der Armen, den wir erleben. Der Schuldige ist der Kapitalismus oder die Regierung, die ihn stützt. Die Krawalle sind die Folge der ungezügelten …

Na dann auf nach OWL

Genau heute in einer Woche geht es also los nach Detmold. Neue Stadt und - ab 1.10. - dann auch neuer Beruf.

Was mir fehlen wird:
Die EmK-Weltmission: Es war immer toll, im internationalen Kontext zu arbeiten und ganz praktisch die EmK als weltweite Kirche zu erfahren. Da sind tolle Leute hier im Missionsbüro, da sind Freunde in Sierra Leone, Liberia und anderswo. Ich hatte hier immer das Gefühl, einen kleinen Beitrag zur vielfältigen Reich-Gottes-Arbeit der Kirche zu leisten. Und das tat immer gut. Ich bin allen dankbar, die hier in den vergangenen Jahren mit mir zusammengearbeitet haben. Die EmK Recklinghausen: Sie zu verlassen fällt richtig schwer. Ich könnte aus dem Stehgreif eine Menge Leute aufzählen, die ich richtig vermissen werde. Zu unserer Gliederaufnahme sagte die damalige Laienvertreterin der Gemeinde, Irmgard Baltuttis: "Nun werdet ihr Teil der Familie." Und das war kein leeres Wort und keine Floskel. Diese Gemeinde ist wie eine Familie - nur mit dem Unterschied…