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Es werden Posts vom Mai, 2010 angezeigt.

Mamaweh

Eine Woche lang war meine Frau Daniela also zur Fortbildung auf Langeoog und ich allein mit unseren drei Töchtern zu hause.

Am vergangenen Donnerstag kam dann abends unsere Jüngste - Jael - zu mir und weinte. Auf meine Frage, was los sei, antwortete sie schniefend: Papa, erstens hab ich mir hier wehgetan (und zeigte auf ihre Schulter) und zweitens hab ich Mamaweh.

Natürlich tat sie mir Leid und ich hab sie getröstet, aber heimlich musste ich schmunzeln und wurde dann nachdenklich: Mamaweh. Was für ein schönes Wort. Wie Heimweh, und das Heim, das Zuhause, ist eben für dieses (nur für dieses?) Kind nicht nur das Haus, in dem sie lebt, dieser bestimmte Ort, sondern auch die Person, die Mama.

Ganz schön schlau, und ich hab wieder was gelernt: Zuhause, Heimat, das sind keine (oder zumindest nicht nur) Orts- sondern Personenbezeichnungen. Ist was dran, oder?

Gott hält sie fest an der Hand

Mich begeistert die heutige Tageslosung aus Psalm 37, 23-24: "Von Gott kommt es, wenn die Schritte der Menschen fest werden. Gott hat Gefallen an ihrem Weg. Fallen sie, so stürzen sie doch nicht. Denn Gott hält sie fest an der Hand."

Wunderbare Worte, oder?
Gott hat Gefallen an unserem Weg. Er/Sie interessiert sich für uns, wir sind für Gott nicht unwichtig, uninteressant.
Das zu wissen und dessen ganz sicher zu sein, lässt unsere Schritte fest werden. Mich beeindrucken Menschen mit festem Schritt sehr, wenn ich sie sehe. Auch sie machen Fehler, auch sie haben Fragen und müssen sich immer wieder klar machen, in welche Richtung sie gehen wollen. Aber dann gehen sie mit festem Schritt. Das will ich lernen.
Das heißt nicht, dass wir dann nicht mal hinfallen. Wir werden hinfallen, immer wieder. Wir werden weiter Fehler machen, uns auch mal verrennen, die Übersicht verlieren. Aber trotzdem wissen wir: Gott hält uns an der Hand, interessiert sich für uns, gibt uns festen Schritt. Da …

Das 4. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren - Alt und Jung

Predigt in der EmK in Recklinghausen am 23.05.2010

Die Zuwendung unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Wohl kaum ein Thema ist so konflikt-geeignet wie das Verhältnis von Töchtern und Söhnen zu ihren Eltern oder das Verhältnis der Generationen (Alt und Jung) zueinander. Ich vermute, das ist so, seit es Menschen gibt auf dieser Erde. Schon Sokrates sagte vor rund 2.400 Jahren: "Die Jugend hat schlechte Manieren. Sie verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wenn sie arbeiten sollte. Die Jungen stehen, nicht auf, wenn Ältere den Raum betreten. Sie schlingen ihr Essen herunter und legen die Beine übereinander. Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer." Seltsam, wie sich die Dinge über die Zeit hinweg gleichen.

Verschärft hat sich der Konflikt der Generationen speziell in Deutschland in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die sog. 68…