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Es werden Posts vom März, 2010 angezeigt.

Poverty and Justice Bible

Endlich ist sie da. Ich hab lange darauf gewartet, und nun liegt sie neben mir: die PovertyandJusticeBible. Schon lange fand ich das ein tolles Projekt: eine Bibel in - auch für Zweitsprachler - leicht lesbarer englischer Übersetzung (ContemporaryEnglish Version) mit dem Ziel, besonders die Leidenschaft Gottes für Arme und für Gerechtigkeit in der biblischen Botschaft klar zur Sprache zu bringen. Nun kann ich selbst prüfen, wie das gelungen ist.

Mein erster Eindruck: Wirklich klasse. Tatsächlich liest sich die Bibel gut und ich brauche kein Wörterbuch. Es ist ein einfaches, gut lesbares und durchaus schönes Englisch. In der Bibel sind insgesamt über 2.000 Stellen farblich markiert (wie mit einem orangenenTextmarker), in denen es um Armut geht, um Recht und Gerechtigkeit, um Solidarität. Ich empfinde das beim Lesen nicht als Bevormundung, sondern als wohltuendes Aufmerksam-Machen auf dieses Thema. Manchmal ist das vielleicht unbequem, aber das darf und soll ja auch so sein. Und schon b…

Die Macht der Zunge - Das zweite Gebot

Aufriss einer Predigt, gehalten in der EmK Recklinghausen am 14. März 2010

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei und bleibe mit euch allen. Amen.
Heute also Teil 2 unserer Predigtreihe über die 10 Gebote. Ihr erinnert euch noch an die Auslegung des ersten Gebotes? Falls nicht, hier eine kurze Zusammenfassung der zentralen Gedanken:
Das erste Gebot richtet sich nicht gegen fremde Religionen oder gegen den Atheismus, sondern fragt uns, auf wen oder was wir unser Vertrauen richten.
Gott bietet uns an, dass wir uns ganz an ihn hängen, nicht an Gut oder Geld, nicht an Ehre und Ansehen, sondern allein an ihn.
Gott bietet uns an, dass er uns gerecht macht: frei und umsonst. Wir müssen nicht selbst-gerecht nach seinen Maßstäben sein und wir können das auch nicht. Er macht uns gerecht, indem er uns die Gerechtigkeit Jesu zuspricht.
Dem ersten Gebot folgen heißt: mein Herz ganz an Gott hängen und ihm vertra…

Für seine Freunde - Einige Gedanken zum Monatsspruch

"Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt."

Jesus selbst spricht diesen Satz über sich und deutet damit seinen Tod als Hingabe seines Lebens für seine Freunde. Begleiten wird uns dieser Satz im Monat März bis zum Gründonnerstag am 1. April, also durch die gesamte Passionszeit.
Im letzten Jahr 2009 gab es auf Grund von Radioandachten eines Pastors aus der rheinischen Landeskirche eine weitreichende theologische Diskussion um die Frage, ob es heute noch sinnvoll ist, vom Opfertod Jesu zu sprechen. Welches Gottesbild steht hinter diesem Bild des Opfers?Jesus selbst deutet hier seinen Tod nicht als Opfer für Gott, sondern als Hingabe für seine Freunde. Für mich ist Jesu Tod der Kern meines Glaubens: In ihm gibt Gott selbst sich hin. Nicht Gott wird ein Opfer gebracht, sondern Gott selbst opfert sich, um uns mit sich zu versöhnen, um unser Leben mit ihm ins Reine zu bringen.
Alle Schrecken, die der Tod für uns hat, alle unsere Angst, unsere Fu…