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Posts

Es werden Posts vom Januar, 2010 angezeigt.

Was die Mission so treibt

Endlich ist sie da und kann als pdf heruntergeladen werden, die neue Projektliste der EmK-Weltmission. Ein bisschen stolz bin ich schon drauf, denn wie in jedem Jahr ist eine Menge Arbeit mit der Erstellung des Heftes verbunden. Aber es ist wichtig, denn das ganze Jahr über können wir damit arbeiten, das Heft verteilen und vorstellen und damit einen Überblick über die Projekte der EmK-Weltmission geben.
Wie schon im letzten Jahr haben wir die Liste nicht nach Ländern gegliedert, sondern nach Förderbereichen:
Evangelisation, Gemeindeaufbau, Theologische AusbildungKinder und JugendMädchen und FrauenGesundheit und Kampf gegen HIV/AIDSGerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der SchöpfungErstmals finden die Leserinnen und Leser auf dem Titelblatt ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, damit sie schnell finden, wonach sie suchen. Neben den aufgelisteten Projekten mit Angaben über den Haushaltsplan für 2010 gibt es kurze Einführungen in wichtige Projekte und einen Überblick über unsere Missionarinnen…

Das 1. Gebot

Aufriss meiner Predigt in der EmK Recklinghausen am 24.01.2010

"Und Gott redete alle diese Worte:
Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!
Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Eltern heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. " 2.Mose20,1-6

Rauche nicht! Trinke keinen Alkohol! Geh nicht ins Theater oder ins Kino! Tanze nicht! Trage keine auffällige Kleidung, sondern kleide dich bescheiden, einfach, aber sauber und ordentlich! Solche und ähnliche Gebote spielten lange Zeit die Hauptrolle in der chri…

Warum ziehen sich Frauen aus?

Wie wohl keine Generation vor Ihnen ist die unserer drei Töchter einer völlig entgrenztenSexualisierung des Alltags ausgesetzt. Ein Beispiel, das mich sehr beschäftigt hat, war eine Pornomesse in Dortmund im Jahr 2008. Um für diese Messe zu werben, haben die Veranstalter buchstäblich jeden Baum in der Umgebung der Stadt mit einem Plakat bestückt. Auf diesem Plakat sah man dann wochenlang neben dem Titel und den Daten der Messe ein Foto. Nicht irgendein Foto, kein erotisches Foto, sondern ein ausgesprochen pornografisches Foto. An jedem Baum der Stadt hing das Foto einer gedemütigten nackten Frau: auf den Knien, ihren Po dem Publikum anbietend.

Ein Beispiel, nicht mehr, für die Sexualisierung unserer Gesellschaft. Ich will nicht prüde sein, aber was mag in einem Kind vorgehen, wie lernt es Sexualität kennen, wenn es an jedem Kiosk, im Fernsehen, an unzähligen Schaufenstern von Erotik-Fachgeschäften ständig und immer mit Pornografie konfrontiert wird? Dass das nicht zu einer Wertschätzu…

Josua - Adonaj hilft

Aufriss einer Kurzansprache beim Espraise-Gottesdienst in der EmK in Recklinghausen am 16. Januar 2010:



Harry, hol schon mal den Wagen. Manche von euch kennen sicher noch Derrik, die alte Kult-Krimiserie aus den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Kultstatus hatte nicht nur die Serie an sich, sondern auch und vor allem die Beziehung des Hauptkommissars Derrik zu seinem Assistenten Harry. So eine Art Harry für Mose ist in den ersten Büchern der Bibel dieser Josua, um den es heute geht. Er ist sein Assistent, er geht schweigend mit, er unterstützt Mose, ist ungemein wichtig für ihn, aber er bleibt dabei stets im Hintergrund. Er stiehlt seinem Chef nicht die Show. Und ich stelle mir Josua als genau diesen Typen Harry vor, als den geborenen zweiten Mann im Hintergrund. Exodus 24,12-13Aber Gott wäre nicht der Gott Israels und Jesu, wenn es in der Bibel so liefe wie im spießigen ZDF-Krimi. Gott liebt gerade die Typen im Hintergrund, die Unscheinbaren. Er arbeitet an ihnen un…

Die EmK in Afrika - Anwalt für Hoffnung und Veränderung

So lautete der Titel eines Vortrags, den ich am 6. Januar bei der Distriktsversammlung der EmK in Reutlingen gehalten habe.

Kann eine Kirche eine so anspruchsvolle Aufgabe wahrnehmen? Nein, das kann sie nicht. Der Anwalt für Hoffnung und Veränderung kann nur der Herr der Kirche selbst sein. Wir aber sind "Botschafter an Christi statt" und stehen für diesen Anwalt ein. Der Titel des Vortrags sollte also verstanden werden im Sinne von "Die EmK in Afrika als Botschafter des Anwalts für Hoffnung und Veränderung".

Anhand von vier Schwerpunkten habe ich versucht aufzuzeigen, wie die Kirche in Afrika ihre Mission, für Hoffnung und Veränderung einzustehen, wahrnimmt:

1. Evangelisation
Die Kirche lädt Menschen zum Glauben an Jesus ein und wirbt für eine lebendige und intensive Begegnung mit Jesus. Beispiele sind der Gemeindeaufbau in Malawi oder die Gemeindegründungsarbeit der Kirche in Namibia im Flüchtlingslager Osire.

2. Kampf gegen HIV/AIDS
Die Kirche weiß aus ihrem Le…

Gemeindeaufbau in Kaliningrad - Ein Reisebericht

Auf der Homepage der EmK-Weltmission befindet sich hier mein Bericht über meine Reise nach Russland im vergangenen Oktober. Immer noch bin ich beeindruckt von der besonderen Frömmigkeit, die ich in den Gemeinden erlebt habe: Bibelstudium in Kleingruppen, die den Einzelnen helfen sollen, geistlich zu wachsen, Gottesdienste mit gemeinsamem Essen im Anschluss, um Gemeinschaft zu erleben und zu fördern, ein starkes evangelistisches Engagement und viel praktische soziale Arbeit unter den Armen und am Rand der Gesellschaft Lebenden.

Die Mitte der Gemeinden, das, was sie ausmacht, sind die Kleingruppen, die "Zellen", wie sie genannt werden. Jede und jeder soll eine Kleingruppe haben, zu der er oder sie verbindlich gehört und die sich regelmäßig trifft: zum Lernen, zum Austausch, zum gemeinsamen Nachdenken über die Bibel und den Glauben, zum Entwickeln neuer Ideen und für gemeinsame Aktionen. Ein Gemeinde-Modell auch für uns?

Losungen oder Lösungen

Unserer Tochter Lea haben wir zu Weihnachten ihre erste eigene Ausgabe der Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine geschenkt. Sie ist jetzt 10 Jahre alt und geht in die fünfte Klasse. Das, dachten wir, ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem regelmäßigen Lesen in der Bibel anzufangen. Die Losungen als "kleine Ration Bibel" für jeden Tag, die zugleich ja immer eine Einladung sind, den Zusammenhang in der Bibel selbst zu lesen, schienen uns genau richtig für eine Zehnjährige. Dazu kam, dass die Herrnhuter nun im zweiten Jahr eine spezielle Ausgabe für junge Leute anbieten, die es ihnen erleichtert, sich einzufinden.

Meiner Frau Daniela und mir selbst bedeuten die Losungen sehr viel. Für mich persönlich sind sie seit Jahren die Grundlage meiner täglichen Bibellese. Oft haben sie uns in schwierigen Zeiten Mut gemacht, uns an das, was unseren Glauben an Jesus im Kern ausmacht, erinnert, uns ermahnt ... Kurz: Die Losungen helfen uns, geistlich zu wachsen und Jesus immer wieder neu zu…