Dienstag, 4. November 2014

Vor 25 Jahren

Es war unser erster gemeinsamer Urlaub als Paar. Vor ziemlich genau 25 Jahren ging es los. In Danis altem R4 brachen wir auf. Unser Ziel: Mücheln (Geiseltal) in der damals noch existierenden DDR - nahe Halle an der Saale. Nachts um 12 passierten wir reichlich nervös die Grenze bei Herleshausen.

Uns erwarteten 10 ungeheuer spannende Tage, die wir bei unsern Verwandten in Mücheln erleben durften. Wir besuchten zusammen wunderschöne Städte: Halle, Leipzig, Naumburg und und und. Überall, wo wir auch hinkamen, wurde diskutiert: über Demokratisierung, über Freiheit, über die Zukunft, über Veränderungen - und auch über Befürchtungen und Ängste. Die politischen Fragen des Landes waren allgegenwärtig - und es roch nach Revolution.

Mitten in unserm Urlaub dann der 9. November: die Grenzöffnung. Waren wir auf dem Hinweg an der Grenze noch streng kontrolliert und ins Verhör genommen worden, wurden wir 10 Tage später von nunmehr beschäftigungslosen Grenzpolizisten nur noch durchgewinkt - zusammen mit vielen Bürgern der DDR, die unterwegs waren zu IHREM Urlaub - in Hessen, Bayern oder Nordrhein-Westfalen. Tage waren das, die Dani und ich wie so viele andere auch niemals vergessen werden.

Mit diesen Erinnerungen im Sinn lese ich heute die Tageslosung: "Ich, spricht Gott, will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin." Hesekiel 36,11

Montag, 3. November 2014

Schaffet, dass ihr selig werdet - Über geistliche Übungen

(Predigt in der EmK Detmold am 2. November 2014)

Der Predigttext für den Reformationstag, den wir vorgestern gefeiert haben, irritiert mich. Am 31. Oktober erinnern wir uns ja an Martin Luther und die andern Reformatoren und vergewissern uns, was denn an unserer Art zu glauben und mit Jesus zu leben, evangelisch ist. Da geht es dann inhaltlich meistens vor allem um die Rechtfertigung aus Glauben. Also darum, dass wir, um von Gott angenommen zu sein und gerechtgesprochen, nichts bringen müssen: keine guten Werke, keine Frömmigkeit oder Anständigkeit, keine Verdienste. Gott nimmt uns allein um des Glaubens willen an. Das ist die evangelische Kernbotschaft, die normalerweise am Reformationstag im Mittelpunkt der Predigten steht.

In diesem Jahr aber stammt der vorgeschlagene Predigttext aus dem 2. Kapitel des Philipperbriefes. Da schreibt Paulus in den Versen 12 und 13: „Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“

Ja, denke ich: In dem zweiten Satz, da steckt die reformatorische Botschaft deutlich drin: „Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Verlass dich also auf Gott – auf ihn allein. ER selbst spricht dich gerecht um Christi willen und ER nimmt dich an, ohne dass du dafür etwas leisten müsstest. Zu ihm kannst du so kommen, wie du bist. Vertraue ihm. Das ist 'ne gute Botschaft. Aus meiner Sicht die beste Botschaft überhaupt. Du bist wertvoll und von Gott geliebt. Und du musst keine frommen Klimmzüge machen dafür, dass Gott dich liebt. Er liebt dich so, wie du bist. Und so, wie du bist, nimmt er dich an.

Was mich irritiert an unserm Predigttext, ist der erste Satz: „Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.“ Schaffet! Geht es nicht in der reformatorischen Botschaft gerade darum, das eigene Schaffen mal beiseite zu lassen und Gott machen zu lassen? Ja, darum geht’s, aber...

Unser Text sperrt sich gegen eine Verabsolutierung der reformatorischen Grundbotschaft. Es gilt, und es bleibt dabei: Gott liebt dich ohne fromme Werke, die du vorher tun müsstest. Er liebt dich voraussetzungslos. Das darfst du einfach glauben und dich darauf verlassen, dass er dich annimmt. Punkt. Nur: Damit ist der Glaube eben noch nicht zu Ende. Dass du glaubst allein, ist nicht das Ziel Gottes mit dir. Gott will mehr. Er will dich verwandeln in das Bild Jesu hinein und er will mit dir die Welt verwandeln.

Auf der Welt gibt es schätzungsweise 2,3 Milliarden Christinnen und Christen. 2,3 Milliarden Menschen, die mit Jesus leben. Da fragt man sich doch: Warum sieht die Welt so aus, wie sie ist? Warum gelingt es uns nicht, den Lebensstil Jesu – seine Gewaltlosigkeit und Feindesliebe und Vergebung und Barmherzigkeit – der Welt aufzuprägen? Diese Frage stellte sich auch der amerikanische Philosoph und geistliche Schriftsteller Dallas Willard, der 2013 verstorben ist und den ich sehr schätze. Ich kann jedem nur empfehlen, mal was von Dallas Willard zu lesen. Das lohnt sich. Warum ist die Welt, wie sie ist, obwohl es so viele Christinnen und Christen gibt? Dallas Willards Antwort ist: Weil wir das Evangelium auf die Hälfte verkürzt haben. Weil wir in den evangelischen Kirchen oft nur ein halbes Evangelium lehren und leben.

Wir lehren und leben sozusagen nur den zweiten Satz unseres Predigttextes: Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen, während wir den ersten Satz unterschlagen:  Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Die frühen Christen, die Männer und Frauen, die an Jesus geglaubt haben, nannten sich Jünger. Schüler also. Sie glaubten an Jesus, daran, dass er der Messias, der Weg zu Gott ist. Aber das war nicht alles. Sie wollten als Jünger nun auch von ihm lernen, sich was bei ihm abgucken und ihr Leben so gestalten, wie er es tat. Das ist ein Jünger: jemand, der seinem Meister hinterherläuft und von ihm lernt, um so zu werden wie er. Und diese zweite Hälfte des Evangeliums, so meint Dallas Willard, die genauso wichtig ist wie die erste, die haben wir in den evangelischen Kirchen zumindest teilweise vergessen. Denn Jünger sein und als Jünger leben, das bedeutet systematisch und geplant daran arbeiten – eben zu schaffen - , so zu leben wie der Meister.

Vielleicht kennt ihr das: Auf der Straße oder auf dem Bolzplatz sind ein paar Kinder zusammen und kicken. Einer ruft : Ich bin Mario Götze. Er imitiert dessen Laufstil und Ballbehandlung, weil er so werden möchte wie er. Ein anderer ruft: Ich bin Mezut Özil. So wie der möchte er nämlich mal werden. Als er das letzte Mal beim Frisör war, hat er ein Foto seines Idols mitgenommen und gesagt: So möchte ich meine Haare auch haben. Er will so werden wie Mezut Özil. Er imitiert ihn, so gut er kann.

Die unangenehme Wahrheit ist: Alleine dadurch, dass dieser Junge so werden will wie sein Idol und sich die Haare so kämmt wie er, wird er es wahrscheinlich nicht werden. Wenn es dabei bleibt, wird er wie ich ein bestenfalls mittelmäßiger Fußballer bleiben.

Wenn der Junge es aber ernst meint und wirklich ein Fußballstar wie Mezut Özil werden will – was braucht es dann dazu? Zwei Dinge:

Erstens: Talent.

Ohne Talent wird niemand ein Fußballstar. Daran ist es bei mir schon gescheitert, und ich wollte doch so gern werden wie Klaus Fischer. Ohne Talent läuft nichts.

Übertragen auf das Evangelium: Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Das ist die gute Nachricht: Gott schenkt jedem und jeder das Talent, selig zu werden. Heil zu werden. Von Schuld und Angst frei zu werden. Jedem Mann und jeder Frau schenkt Gott dieses Talent nach seinem Wohlgefallen. Gott nimmt dich an, weil er dich liebt. Er vergibt dir deine Schuld, und dafür musst du nichts bringen. Du darfst einfach glauben. Vertrauen auf das, was er in Christus für dich tut.

Aber die zweite Seite gilt eben auch: Talent alleine macht aus dem kleinen Jungen auf dem Bolzplatz noch keinen Fußballstar. Talent kann verkümmern und blass werden, wenn es nicht gepflegt und ausgebaut wird. Schon mancher Mensch, der das Talent hatte, ein großer Pianist oder eine große Schriftstellerin oder eben ein Fußballstar zu werden, ist es dann doch nicht geworden, weil er nichts aus seinem Talent gamacht hat. Denn um ein Fußballstar zu werden braucht es

Zweitens: Systemtisches geplantes Training und viel Übung.

Mich beeindruckt das, was viele Sportler da auf sich nehmen: Sie richten ihre Ernährung, alle ihre Gewohnheiten, ihr ganzes Leben auf ihren Sport aus. Sie trainieren nicht nur hart, sondern auch außerhalb der Trainingszeiten ist alles auf ihren Sport ausgerichtet. Sie verzichten auf Alkohol und Drogen und Partys, weil sie in ihrem Sport weiterkommen wollen. Ungeheuer diszipliniert arbeiten sie an ihrem Ziel.

Übertragen auf das Evangelium: Schaffet, dass ihr selig werdet mit Furcht und Zittern. Gott nimmt dich an, und dafür musst du nichts tun. Du darfst einfach glauben. Aber weil er dich annimmt, will er dich nun auch verwandeln in das Bild Jesu hinein. Er freut sich, wenn du ein Jünger sein und damit so werden willst wie Jesus. Aber so werden wollen alleine hilft dir nicht, es tatsächlich zu werden. Dazu braucht es neben dem Talent, also Gottes Gnade auch, sytematische geplante Übung.

Wie ein Sportler geht es darum, dass wir unser ganzes Leben darauf ausrichten, als Jünger Jesu unserm Meister nachzueifern, von ihm zu lernen und mehr und mehr tatsächlich so zu werden wie er.

So wie der Sportler bestimmte Übungen immer wieder macht und ganz diszipliniert auf sich nimmt, so gibt es auch für Jünger Jesu Übungen, die wir immer wieder tun können. Geistliche Übungen. Wenn wir in den Evangelien lesen, dann lesen wir davon, dass unser Meister selbst auch mit geistlichen Übungen gelebt hat. Um einige Beispiele zu nennen:

a) die Stille.

Jesus ist durch die Dörfer gezogen und hat gepredigt und geheilt. Aber immer wieder und wieder hat er – oft nächtelang – die Stille gesucht. Stille und Einsamkeit sind wichtige geistliche Übungen. Von Jesus können wir sie lernen. Allein sein mit Gott, ihn spüren und sich ihm aussetzen, ihm sozusagen stillhalten damit er wirken kann. Regelmäßige Meditation, Ruhegebet – das sind Instrument für die geistliche Übung der Stille.

b) Bibelstudium.

Jesus konnte zumindest große Teile seiner Bibel auswendig. Er zitiert sie oft. Ganz offensichtlich hat er viel Zeit damit verbracht, seine Bibel zu studieren und ihm wichtige Stellen auch auswendig zu lernen. Sie zu verinnerlichen. Das Studieren und Lernen der Bibel als geistliche Übung.

c) Essen.

Ja, ihr habt ganz richtig gehört. Essen ist eine geistliche Übung. Und zwar: Essen in Gemeinschaft. Jesus lud sich gerne selber zu Essen bei andern ein. Beim Essen kam er andern näher und entdeckte in ihnen Gottes Bild. Und das wichtigste Zeichen seiner Gegenwart, das er uns hinterließ, ist nicht nur zufällig ein Mahl – das Abendmahl oder das Mahl des Herrn. Gemeinsames Essen kann eine geistliche Übung sein.

d) Fasten und Enthaltsamkeit.

Jesus hat gefastet. 40 tage lang in der Wüste. Erst dieses Fasten hat ihn befähigt, dann so aufzutreten und zu leben, wie er gelebt hat. Und er ist ganz selbstverständlich davon ausgegangen: Wenn ich mal nicht mehr auf der Erde sein werde, dann werden meine Jünger auch fasten. Stille, Bibelstudium und Fasten kann man gut miteinander verbinden. Verzichten und Sich-Enthalten – zum Beispiel zeitweise auf Alkohol oder auf Fleisch oder auf Fernsehen verzichten – kann eine hilfreiche geistliche Übung sein.

e) Anbetung.

Immer und immer wieder betet Jesus. Er nennt Gott Abba, seinen lieben Vater und empfiehlt das auch seinen Jüngern. Lobpreis ist ihm wichtig: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ Was für ein Lobpreis Gottes. Oft bittet er Gott ganz einfach und mit kurzen Worten um Hilfe. Sein Lieblingsgebetswort scheint mir „Dein Wille geschehe“ gewesen zu sein. Dieses Wort gab ihm Kraft für seinen Weg ans Kreuz. Gebet - allein und mit andern gemeinsam - , Lobpreis und Anbetung, auch gesungen, Stoßgebete im Alltag und Gebetsworte, die man mitnimmt in die Stille, können wichtige geistliche Übungen sein.

Nur eine kleine Auswahl an geistlichen Übungen, die man bei Jesus beobachten kann in den Evangelien: die regelmäßige Stille und Einsamkeit, das Studieren und Lernen der Bibel, das gemeinsame Essen mit andern, das Fasten und die Enthaltsamkeit, das Beten und Lobpreisen in unterschiedlichen Formen.

Solche geistlichen Übungen gaben Jesus die Kraft, sein Leben zu leben. Für ihn waren sie ganz offensichtlich selbstverständlich. Sind sie das für uns auch? Und wenn nicht: Sollte es uns dann wirklich wundern, wenn wir im Glauben wenig wachsen und wenig Ähnlichkeit mit Jesus an uns spürbar ist?

Unser Predigttext – gerade am Reformationstag – sagt: Das Evangelium hat zwei Seiten, die beide gleich wichtig und bedeutsam sind: Das, was nur Gott tun kann und tut. Er spricht dich gerecht und nimmt dich an ohne Werke und ohne Voraussetzungen. Darauf darfst du dich verlassen und einfach glauben. Gott wirkt in dir beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Das ist die eine Seite. Die andere Seite aber ist: Das was du tun kannst. Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Werde ein Jünger Jesu, der von ihm lernt und ihm nacheifert. Nutze dein Talent, das Gott dir schenkt und praktiziere regelmäßig die geistlichen Übungen, die du dir bei Jesus abgucken kannst – die regelmäßige Stille, das Forschen in der Schrift, das gemeinsame Essen, das Fasten und die Enthaltsamkeit, das Beten und Gott lobpreisen – mit oder ohne Noten. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam solche geistlichen Übungen neu entdecken und miteinander lernen.

Amen.

Freitag, 17. Oktober 2014

Domführung in Paderborn - Noch Plätze frei

Am kommenden Mittwoch, den 22. Oktober, besuchen wir mit einigen Leuten aus der EmK Detmold den Hohen Dom zu Paderborn. Wir haben eine Führung durch den Dom gebucht, für die noch einige wenige Plätze frei sind. Die Führung beginnt um 15 Uhr 15 und wird pro Teilnehmer(in) etwa 4 bis 5 Euro kosten.

Interessiert? Dann melde dich bei Uwe Hanis, detmold@emk.de oder 05231-23297

Donnerstag, 18. September 2014

Einheit statt Uniformität

Paulus schreibt: „Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Ge­duld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einig­keit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.“ 
(Epheser 4,1-6)

So richtig gerne ermahnen lassen wir uns nicht, stimmts? Auch nicht von Paulus. Ich zumindest nicht. Ermahnung, das klingt mir zu sehr nach erhobenem Zeige­finger, und ich muss unwillkührlich an meine Mutter denken, die mich nie aus dem Haus gehen ließ ohne die Frage: „Junge, hast du auch ein Unterhemd an?“ Heute kann ich darüber schmunzeln, aber damals...

Trotz meiner Abneigung gegen erhobene Zeigefinger will ich die Worte des Apostels auf mich wirken lassen. Ihm geht es um die Einheit der Gemeinde – um die „Einig­keit im Geist“.

Einigkeit, das bedeutet ja nicht Uniformität und Gleichschritt. Mit Kollektivismus und Zwang hat das paulinische Verständnis von Einheit nichts zu tun. Es geht um die Einheit der Freien, oder besser: um die Einheit der von Christus Befreiten.

Da werden wir nicht in eine Uniform gezwungen (auch nicht geistlich) oder in eine Schablone gepresst, und wir müssen auch nicht in Reih und Glied marschieren. DIESE Einheit, die Einheit in Christus, entsteht, wenn wir so sein dürfen, wie wir sind, und die Freiheit haben, die anderen eben auch so zu lieben, wie sie sind. Dazu ermutigt uns Paulus – einander selbstbewusst zu „ertragen in Liebe“. Was uns verbindet und eins macht, ist ja keine gleichmacherische Ideologie, sondern der eine Herr, der uns zu seinem Leib in der Welt macht: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

So wird dann die Ermahnung für mich bei genauerem Hinsehen zur Ermutigung: Du darfst frei sein, weil Christus dich befreit hat. Mach kräftig Gebrauch von deiner Freiheit und genieße es, andere, die es anders machen, auch zu respektieren. Liebe sie, gerade weil sie anders sind. Du musst sie dir nicht gleich machen wollen, um eins mit ihnen zu sein. Die wahre Einheit liegt in  der liebevoll respektierten Vielfalt.

Dienstag, 9. September 2014

Herzliche Einladung zur Freizeit des Kirchlichen Unterrichts (im Distrikt Essen)

KU-Freizeit Herbst 2014

8.-10. Oktober
in Recklinghausen

„Gemeinsam unterwegs!“


Wann? Mittwoch, 08.10.14, 17 Uhr bis Freitag, 10.10.14, 14 Uhr

Wo? EmK Recklinghausen, Limperstraße 34, 45657 R'hausen

Was? Zusammen singen, beten, feiern, Gemeinschaft finden, reden und und und

Wie teuer? 60 Euro pro Person

Und das Beste ist: DU BIST HERZLICH EINGELADEN!

Die teilnehmenden Jugendlichen sollten gebracht und abgeholt wer­den. Ein Abholdienst vom Bahnhof Recklinghausen ist nach Absprache möglich.

Leitung: Pastorin Ruthild Steinert und Pastor Uwe Hanis, Fon 0163-3736467

Mitzubringen sind:

  • Schlafsack und ggf. Luma
  • Kleidung (auch für Regen), Waschzeug, Handtücher
  • feste Schuhe
  • Hausschuhe
  • Bibel und Schreibzeug
  • Krankenkassenkarte!!

Wenn du ein Instrument spielst, kannst du es gerne mitbringen. Auch  Gesellschaftsspiele sind willkom­men.

Anmeldung:

Die verbindliche Anmeldung kann bis zum 30. September per Telefon oder E-Mail – gerne auch durch die Pastorin oder den Pastor – bei

Uwe Hanis
Mühlenstraße 16
32756 Detmold
05231-23297
detmold@emk.de
erfolgen.

Bei Ankunft in Recklinghausen soll­test du dann den Teilnahmebeitrag von 60 € und die ausgefüllte und un­terzeichnete Anmeldung (Rückseite) dabeihaben.

Dienstag, 26. August 2014

Was bedeutet für uns in der Immanuelkirche Detmold "Evangelisch-methodistische Kirche"?

Evangelisch-methodistisch: 
Was ist das denn? 

Evangelisch ist ja noch klar: Wir verstehen uns als Teil der evangelischen Kirchenfamilie, die in der Reformation ihren Ausgang nahm. Aber methodistisch? Was soll das heißen?

Methodistisch, das war zunächst eine spöttische Bezeichnung für eine Gruppe von Studenten um John und Charles Wesley in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England. Die Gruppe fiel durch einen konsequenten Lebensstil und eine hohe Disziplin auf. Neben intensivem Bibelstudium und gemeinsamem Beten waren ihnen vor allem die praktischen Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen wichtig. Deshalb wurden sie als Methodisten ver­spottet.

Aus der kleinen Studentengruppe wurde bald eine Erweckungsbewe­gung, die das Leben vieler Men­schen veränderte. Innerhalb weni­ger Jahrzehnte entstand daraus eine weltweite Kirche.

Heute gehören mehr als 70 Millio­nen Menschen weltweit zu einer methodistischen Kirche. Unsere Gemeinde gehört der United Me­thodist Church an, die sich im deutschen Sprachraum Evange­lisch-methodistische Kirche nennt.

Typisch methodistisch

Der Methodismus ist

  • eine Missionsbewegung

Die Liebe Gottes will alle Men­schen erreichen. Deshalb verste­hen wir es als unsere wichtigste Aufgabe, neue Menschen mit der Liebe Got­tes in Berührung zu bringen. Das ist unsere Mission, also unsere Sendung. Unser Gemein­deleben soll dem Ziel dienen, Men­schen mit der Liebe Gottes zu er­reichen. Ob es das tut, ist eine kritische Anfrage, die wir immer wieder an uns selbst richten wollen.

  • eine soziale Bewegung

Von Anfang an kennzeichnet es die methodistische Bewegung, dass Glaube und soziales Engagement zusammengehören. Die Menschen mit der Liebe Gottes in Verbindung bringen – das heißt für uns auch, uns für Kranke, Arme und Ausge­grenzte einzusetzen und  praktisch zu helfen, wo immer wir es kön­nen.

  • eine Heiligungsbewegung

Wir sind überzeugt davon (und erfahren es an uns selbst), dass Gottes Geist jeden Menschen im Sinne der Liebe Jesu verändern kann. Diese Veränderung nennen wir Heiligung. Niemand muss blei­ben, was er jetzt gerade ist.

Und: Gottes Geist verändert nicht nur Einzelne, sondern durch sie auch die Ge­sellschaft. Persönliche und soziale Heiligung gehören für uns deshalb zusam­men.

„Die Kirche hat den Auftrag, Men­schen zu Jüngern und Jüngerinnen Jesu Christi zu machen, damit durch sie die Welt verändert wird.“ (Verfassung, Lehre und Ordnung der Evang.-meth. Kirche)

Was unsere Gemeinde ausmacht

Wichtig ist uns vor allem: Uns sind alle Menschen willkom­men: gleich ob Christen oder Nichtchristen, Alte oder Junge, Behinderte oder Nichtbehinderte, Familien oder Singles, Wohlhabende oder Arme... Wir wollen ein Ort der Begegnung auf Augenhöhe und der Freundschaft sein. Unser Ziel ist es, dass Menschen bei uns die Erfahrung machen, von Gott angenommen und gewollt zu sein.

Lust, vorbeizukommen?

  • Gottesdienst für alle Gene­rationen an jedem Sonntag um 10 Uhr
  • Kostenloses Mittagessen für alle an jedem 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr 45
  • Kostenloses Abendessen für alle an jedem Donners­tag um 18 Uhr
  • Viele Kleingruppen (Chor, Hauskreise, Seniorenkreis, Frauenfrühstück...), in de­nen man andern begegnen und Freunde finden kann.

Dienstag, 22. Juli 2014

Über das Gebet der Sammlung / die Meditation

1.) Warum wir meditieren

(Ich beziehe mich in diesem Artikel vor allem auf die Art der Meditation, wie sie von Thomas Keating und anderen als Centering Prayer gelehrt wird. Weitere Infos zum Beispiel auf der Website www.contemplativeoutreach.org)

Es gibt nicht nur eine Art zu beten, sondern viele, stimmt`s? Manche davon sind sehr verbreitet und werden häufig geübt, andere dagegen weit weniger.

Wir im Westen zum Beispiel kennen vor allem das gesprochene Gebet. Beten ist demnach der Ausdruck unserer Gefühle und Gedanken in Worten vor Gott. Oder einfacher: Beten ist Reden mit Gott (meistens dann doch relativ einseitig verstanden im Sinne von Reden zu Gott).

Das Beten als Stillsein und Sich-Versenken in Gott dagegen, das ich Meditation nenne, ist in den Kirchen des Westens jahrhundertelang gar nicht oder nur sehr wenig gelehrt und geübt worden. Es ist in unsern Gemeinden deshalb heute weitgehend unbekannt.

Dabei hat die Meditation im Christentum eine lange Geschichte. Sie geht zurück auf die Wüstenmütter und -väter des 3. und 4. Jahrhunderts nach Christus. Sie wollten der Lehre Jesu vom Gebet in der Bergpredigt folgen:

"Wenn du betest, dann geh in deine Kammer und schließ die Tür zu. Dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist." (Matthäus 6,6).

Und dort bete dann ohne "viele Worte", denn 

"euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet." (Matthäus 6,7f.)

Konsequent suchten deshalb die Wüstenmütter und -väter die Vereinigung mit Gott in der Stille und im Schweigen oder im beständigen Rezitieren eines einzigen einfachen und schlichten Gebetsrufes. Das, was sie dabei erstrebten, war Hesychia - griechisch für "Ruhe" oder "gelassene Stille" in Gott.

Im Westen jedoch, wie gesagt, blieb diese alte christliche Tradition lange Zeit verborgen. Erst im 20. Jahrhundert, als viele junge Menschen in der westlichen Welt sich in ihrem Hunger nach lebendiger Spiritualität östlichen Meditationspraktiken zuwandten, wurde auch die meditative Tradition des Christentums auf verschiedenen Wegen wiederentdeckt:

  • Das Jesusgebet der Ostkirche verbreitete sich auch im Westen immer mehr, im deutschen Sprachraum v.a. durch das Werk Emmanuel Jungclaussens. Heute beten viele Menschen täglich das "Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner" oder den schlichten Ruf "Jesus Christus"
  • Die Bücher von Peter Dyckhoff über das Ruhegebet als Frühform des Jesus- oder Herzensgebetes erfreuen sich v. a. im katholischen Raum großer Beliebtheit. 
  • Das Herzensgebet wird von unterschiedlichen Schulen in Wochenendkursen und Exerzitien gelehrt und findet immer mehr Menschen, die es regelmäßig üben. 
  • Aus der "christlichen Meditation" von John Main, Laurence Freeman und der Weltgemeinschaft für christliche Meditation WCCM sind hunderte Gebetsgruppen in der ganzen Welt entstanden - eine überkonfessionelle Bewegung der Meditation als "Monastery without Walls"
  • Das Gebet der Sammlung oder Centering Prayer von William Menninger, Basil Pennington und heute v.a. Thomas Keating zieht weite Kreise und findet viele Menschen, deren Gebets- und Glaubensleben es bereichert, indem es sie mit dem kontemplativen Gebet vertraut macht. 
Alle diese Formen der Meditation haben im einzelnen unterschiedliche Ansätze. Aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie nehmen die Tradition des kontemplativen Gebetes der Wüstenmütter und -väter auf und entwickeln sie für die Menschen heute zu einer zeitgemäßen Form der christlichen Meditation weiter.

Denn viele von uns heute haben große Sehnsucht nach lebendigen und ganzheitlichen spirituellen Erfahrungen. Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott, die über das Reden und Denken hinausgeht, die auch das Herz und nicht nur den Kopf umfasst - Sehnsucht nach Freundschaft mit ihm, der die Quelle unseres Lebens selbst ist. Und viele von uns, in- und außerhalb unserer Gemeinden, haben Sehnsucht nach echter innerer Ruhe, die aus der Verbindung zu Gott fließt - nach tiefer Ruhe mitten in unserem von Hektik und schnellem Wandel geprägtem Leben. 

Der Glaube lehrt uns: Gott, der im Geist seines Sohnes in uns ist und in uns wirkt, streckt sich uns voller Sehnsucht entgegen. Er ist uns nahe - er ist überall um uns herum und er ist in uns -, uns näher als wir selbst es sind. Er ist tatsächlich erfahrbar und er will uns die Ruhe, nach der wir uns so sehnen, schenken - tiefe innere Ruhe in der Freundschaft zu ihm -, wenn wir nur still werden und lernen, auf unsere Gedanken und Worte zu verzichten und uns der Kraft der Liebe zu öffnen und anzuvertrauen, die von ihm ausgeht. "Sei still und erkenne, dass ich Gott bin," nennt das der Psalmbeter (Psalm 46,10) Genau darum aber geht es in der Meditation. 

2.) Was Meditation nicht ist

Meditation ist kein Ersatz für andere Formen christlicher Praxis. Sie will auch andere Formen des Betens nicht ausschließen, sondern im Gegenteil sie beleben und in neuem Licht erstrahlen lassen. Sie gehört ihrem Wesen nach immer in den Gesamthorizont christlichen Lebens und kann nur dann reifen und uns verwandeln, wenn sie begleitet ist vom Lesen und Bedenken der Bibel, von der Teilhabe an christlicher Gemeinschaft und am Gottesdienst und von tätiger Liebe zu unsern Mitgeschöpfen. Mit anderen Worten: Kontemplation, die Versenkung in Gott im Gebet der Sammlung, und Aktion als aktives Leben des Glaubens gehören notwendig zusammen. 

3.) Wie wir meditieren können

Meditation ist ihrem Wesen nach einfach. Jeder Mensch kann meditieren. Alles, was wir dazu brauchen, ist unser Wille, es regelmäßig zu tun - am besten täglich, wenn möglich einmal am Morgen und einmal am Abend für jeweils etwa 20 Minuten. 

Diese Zeit schenken wir Gott und der Vertiefung unserer Freundschaft zu ihm. Wir wollen in dieser Zeit nichts erreichen und nichts erbitten, sondern einfach bei ihm sein - in Liebe und Zuneigung mit ihm zusammensein und ihn in uns wirken lassen. Meditation heißt: sich selbst loslassen und sich Gott, der Quelle des Lebens, hinhalten, ohne etwas erreichen zu wollen. Das tun wir, indem wir sowohl an unserm Leib, als auch an unserm Geist still werden. 

a) Aufrecht dasitzen

Wir beginnen die Meditationszeit, indem wir uns aufrecht hinsetzen und, wenn wir wollen, uns bekreuzigen "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Dann können wir Gott kurz mit einem freien Gebet ansprechen, zum Beispiel: "Lieber Vater, danke, dass du mir nah bist und in mir wirkst. Die nächsten 20 Minuten will ich ganz dir schenken. Nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Mache mit mir, was du willst. Amen."

Dann sitzen wir einfach still und mit aufrechtem Rücken da. Wir schließen sanft die Augen und legen buchstäblich die Hände in den Schoß. Jetzt müssen wir nichts leisten. Wir sind einfach da vor Gott. Einfach bei ihm, unserm guten Freund. So wird unser Leib still. 

b) Ein Gebetswort innerlich sprechen

Um ungeteilt bei Gott zu sein und nicht von Gedanken, Geräuschen oder anderen Dingen abgelenkt zu werden, nehmen wir ein einfaches und kurzes Gebetswort mit in die Meditation. Das kann zum Beispiel eine Anrede Gottes oder des Sohnes Gottes sein, die uns besonders zusagt: "Jesus", "Christus", "Jesus Christus", "Adonaj", "Vater" oder "Abba"... Wir entscheiden uns für ein Gebetswort. Indem wir es innerlich sprechen und wiederholen, richten wir unser Inneres während der Meditation immer wieder neu auf Gott aus.

Am Anfang unserer Praxis dürfen wir dabei ruhig ein wenig experimentieren, bis wir unser Gebetswort gefunden haben. Dann aber sollten wir dabei bleiben und es nicht allzuoft wechseln, damit es in unsern Herzen Wurzeln schlagen kann. 

Dabei müssen wir unser Gebetswort während der Meditation nicht mechanisch in einem bestimmten Rhythmus wiederholen, sondern dürfen es einfach innerlich sanft und liebevoll so sprechen, wie es zu uns passt. Am Anfang der Meditationszeit wird das vielleicht häufiger und in einem schnelleren Rhythmus sein, nach einigen Minuten vielleicht langsamer und mit größeren Pausen. Vielleicht entgleitet uns das Wort irgendwann auch für einige Zeit ganz und macht tiefer innerer Ruhe Platz. Wie auch immer. Wir überlassen uns unserm Wort und in ihm Gott selbst, und wir erleben, wie es uns in immer tiefere Ruhe führt.

c) Gedanken ziehen lassen

Wichtig ist nur: Immer dann, wenn uns Gedanken, Geräusche, Vorstellungen oder Gefühle ablenken, wenn wir also merken, dass wir irgendwelchen Ablenkungen nachgehen oder uns in sie verlieren, kommen wir einfach sanft zu unserm Gebetswort zurück und nehmen es wieder auf, indem wir es erneut innerlich sprechen.

Dass in der Stille Gedanken kommen, ist ganz natürlich und unvermeidlich. Wir sollten deshalb nicht gegen sie kämpfen oder versuchen, sie zu unterdrücken. Das wäre sinnlos und würde uns außerdem erst recht ablenken. Aber wir sollten uns eben auch nicht auf die Gedanken einlassen und ihnen nachgehen, sondern wir dürfen sie einfach ziehen lassen und uns erneut innerlich ganz Gott zuwenden. Das tun wir, indem wir immer dann, wenn wir uns in Gedanken vorfinden, wieder sanft zu unserm Gebetswort zurückkehren und es innerlich sprechen und wiederholen. 

So sitzen wir da - still und ruhig - nur wir mit unserem Gebetswort vor Gott. Immer, wenn wir abgelenkt werden, kehren wir zurück in die Stille vor Gott, indem wir unser Wort innerlich wieder aufnehmen. 

d) Die Meditation beenden

Am Ende der Meditation, also nach etwa 20 Minuten, lassen wir unsere Augen noch einen Moment geschlossen. Wir hören auf, innerlich unser Gebetswort zu sprechen, aber wir genießen noch einen Moment die Stille. Vielleicht wollen wir jetzt langsam und aufmerksam ein Vaterunser sprechen oder Gott in freien Worten danken für seine Gegenwart und Nähe. Vielleicht ist die Zeit nach der Meditation der richtige Moment, um die Losungen oder einen andern Bibeltext zu lesen und in uns aufzunehmen. Was auch immer unser Weg ist: Der Übergang von der Meditation zum tätigen Leben sollte nicht schlagartig und plötzlich erfolgen, sondern ruhig und langsam, um möglichst viel von der Ruhe der Meditation mit in den Alltag zu nehmen. 

4.) Was Meditation bewirkt

Meditation, wenn wir sie täglich üben, kann uns verändern. Sie kann uns ruhiger und gelassener werden lassen und sie kann dazu beitragen, dass uns Gottes Gegenwart in unserm Leben und seine Freundschaft immer bewusster wird. Gott kann unser Stillhalten in der Meditation nutzen, um an uns zu arbeiten und uns zu prägen, uns immer mehr mit seiner Liebe zu durchdringen. Die Verbundenheit mit der Quelle des Lebens, die wir in der Meditation erfahren, wirkt sich in unserem Leben aus. Aber all das braucht Zeit - Zeit regelmäßiger Übung. 

Wir sollten die Meditation deshalb nicht nach einer Übung oder nach ein paar Tagen auswerten und beurteilen, sondern eine Zeit lang einfach regelmäßig üben und warten, was Gott durch sie mit uns macht. Meine Erfahrung ist: Ganz von allein sprechen uns nach einer Weile Menschen an, die bemerken, dass wir uns verändert haben - ruhiger geworden sind oder gelassener oder liebevoller, weniger reizbar oder ähnliches. Versuch es einfach, hab Geduld mit dir und vertraue auf die Kraft der Stille, in der Gott an dir handelt.