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Zur Debatte um Homosexualität in der EmK: Von wegen Konservative gegen Liberale

Nach der Generalkonferenz im Februar wird in unserer Kirche an vielen Orten - auch in Deutschland - intensiv darum gerungen, wie wir mit den Beschlüssen der weltweiten Kirche zur Unvereinbarkeit von praktizierter Homosexualität und der Lehre der EmK umgehen können. Dieses Ringen finde ich gut.

Was mich an der Debatte aber massiv stört, ist, dass immer wieder die Begriffe "konservativ" bzw. "evangelikal" auf der einen und "liberal" bzw. "progressiv" auf der anderen Seite benutzt werden, um die beiden Seiten in der Debatte zu bezeichnen. Das halte ich für grundfalsch.

Der Streit geht meiner Meinung nach nicht darum, ob unsere Kirche einem konservativen/evangelikalen Kurs (im Umgang mit Homosexualität) oder einem liberalen/progressiven Kurs folgt. Diese Begriffe aus dem theologischen Lagerdenken werden den Positionen überhaupt nicht gerecht und taugen in keiner Weise dazu, die Diskussion zu versachlichen.

Ich denke, die beiden Positionen, um die wi…
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Die Spendenbereitschaft für Notre-Dame und die peinliche Kritik daran

Als ich heute Morgen durch Facebook scrollte, war ich zuerst überrascht und dann wütend und peinlich berührt. Warum?

Am 15. April ging die Kathedrale Notre-Dame in Paris in Flammen auf. Jahrhunderte lang ist sie eines der Wahrzeichen dieser Stadt. Millionen von Menschen haben in ihr gebetet und Gottes Nähe erfahren. Wie kaum ein anderes Bauwerk steht Notre-Dame für die christliche Prägung Europas. Trauer und Entsetzen über den Brand breiteten sich schnell über den ganzen Kontinent und weltweit aus.

Umso erstaunlicher und erfreulicher war es, als sehr schnell sehr viel Geld gespendet wurde, um die Kathedrale wieder aufzubauen. Kleinspender genau so wie reiche Großindustrielle griffen tief in ihre Taschen und zeigten sich ungeheuer großzügig. Wohl selten in der Geschichte Europas konnten so schnell so viele Spenden gesammelt werden wie für den Wiederaufbau von Notre-Dame.

Ich bin beeindruckt und begeistert von dieser Liebe der Menschen zu ihrem Land, zu ihrer Kultur und Geschichte - und…

Wie die Kirche Frauen in Zimbabwe stark macht

Die Inflationsrate in Zimbabwe hat im Dezember ein 10-Jahres-Hoch erreicht. Im Januar wurde der Benzinpreis mehr als verdoppelt. Es kam danach zu gewalttätigen Protesten im Land und zu Knappheiten.

Die Evangelisch-methodistische Kirche (United Methodist Church) in Zimbabwe will ländliche Gemeinschaften besonders unterstützen und stark machen. Im Mutasa-Nyanga District hat die Kirche deshalb ihre Frauengruppen ermutigt, Kleinst-Unternehmen zu gründen, um sich und ihre Familien durch diese schweren Zeiten zu bringen.

Die Odzani Swarm Charm ist eine Imkerei-Initiative, die das Leben vieler Frauen durch die Herstellung und den Verkauf von Honig positiv verändert. Jede der zwanzig Frauen, die zur Initiative gehören, besitzt mehr als fünfzehn Bienenstöcke. Die meisten von ihnen sind Methodistinnen.

Jedes Mitglied betreut die eigenen Bienenstöcke selbstständig, verkauft wird der Honig aber gemeinsam. Auch aus- und fortgebildet werden die Frauen zusammen.

Christina Chinyanga gehört zu der Imk…

Die Liebe Jesu mit allen Menschen teilen.

Dies ist ein offener Brief an die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche in Altersbach, Schmalkalden und Friedrichroda, also an die Gemeinden, in denen und mit denen ich als Pastor diene.

Liebe Schwestern und Brüder.

In den letzten Tagen hatte ich Gespräche mit manchen aus eurer Mitte, die zutiefst entsetzt und traurig über die Ergebnisse der außerordentlichen Generalkonferenz sind. Ich teile diese Trauer. Deshalb dieser offene Brief an euch.

In unseren Gemeinden gibt es - genau so wie in der weltweiten EmK - Geschwister, die das biblische Zeugnis zu Ehe und Sexualität so verstehen, dass andere als heterosexuelle Liebesbeziehungen nicht von Gott gesegnet sein können. Andere Geschwister verstehen das gleiche biblische Zeugnis anders und treten dafür ein, auch homosexuelle Partnerschaften zu segnen. Diese Geschwister sind sehr enttäuscht von der Generalkonferenz.

Mir ist deshalb wichtig, dass alle in unsern Gemeinden ein paar Dinge wissen und in ihre Überlegungen einbeziehen:

W…

Evangelikal? Aber ja doch!

Wer sich als evangelikal outet, macht sich angreifbar, denn Definitionen davon, was evangelikal ist, gibt es mehr als Evangelikale selbst. Jeder hat da so ein Bild im Kopf.

Evangelikale, das sind die ernsten und besonders frommen Ultras. Evangelikale, das sind radikale Christen. Evangelikale sind Fundamentalisten. Evangelikale, das sind die Homosexuellen-Hasser. Evangelikale sind Spaßbremsen, die überall Sünde und Verderbnis wittern. ... Dergleichen Bilder meine ich. Und ganz ehrlich: Das alles will ich nicht sein und bin es nicht. Ich will kein Ultra sein, sondern ein besonnener Mensch. Ich will kein Radikaler sein, sondern einer, der ausgleicht und Brücken baut. Ich will kein Fundi sein, sondern ein Realist, der mit beiden Beinen fest auf der Erde steht (und dabei in Christus verwurzelt ist). Ich hasse Homosexuelle nicht, sondern hab sie genauso gern oder nicht gern wie andere Leute. Und Spaß? Spaß ist mir wichtig. Ich feiere gern und liebe gutes Essen, Schokolade und einen guten Gin…

Wenn beide Seiten Recht haben... - das Dilemma der Bootsflüchtlinge

Der Artikel in der Welt macht das ganze Ausmaß des Dilemmas deutlich, in dem wir in der Flüchtlingspolitik stecken.

Natürlich haben Malta, Frankreich und Deutschland Recht damit, einige der Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Die Menschen, um die es geht, sind dem Tod durch Ertrinken entronnen und wurden glücklicherweise gerettet. Also ist es nur recht und billig, vor allem aber zutiefst human und menschlich, sie aufzunehmen.

Andererseits aber hat auch der tschechische Premierminister Babis Recht: Das Signal, das von solchen Rettungsaktionen ausgeht, ist eine Ermutigung für andere, sich ebenfalls in die Hand der Schlepperbanden zu begeben und die riskante, lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer anzutreten - eine Fahrt mit ungewissem Ausgang, die immer auch mit dem Tod im Mittelmeer enden kann.

Niemand behält in dieser Zwickmühle eine moralisch saubere Weste. Die Bootsflüchtlinge nicht aufzunehmen wäre unbarmherzig, sie aufzunehmen führt aber zu neuen und immer neuen Kunden der Schleppe…

Wie Christen in der DDR lebten - Gut, dass wir die Senioren haben

Das Treffen der Seniorenhilfe Friedrichroda von gestern geht mir nicht mehr aus dem Kopf: "Wie die Christen in der DDR lebten" hieß unser Thema, und statt eines Vortrags haben wir dazu eingeladen, eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Begebenheiten, an die die Senioren sich erinnern, auszutauschen.

Ganz unterschiedliches wurde da berichtet: Manche haben keinerlei Einschränkungen in der DDR erlebt und schafften es, mit ihrem Christsein durchzukommen. Andere erzählten von massiven Schikanen, Einschüchterungen und Einschränkungen. Das waren bewegende Schilderungen, und auch einige Tränen flossen.

Wie schön ist es, dass es diese Generation noch gibt und dass sie ihre Erfahrungen mit dem Sozialismus weitergeben kann. Und bei mir entsteht beim Zuhören ganz neu Dankbarkeit für den Mut und die Courage der Ostdeutschen während der Wendezeit und Leidenschaft für die Freiheit. Die soll uns niemals wieder jemand nehmen.